🚨 Aussperrung statt Dialog: HOWOGE riegelt unsere grünen Innenhöfe ab! Warum die Absperrung unserer Innenhöfe der falsche Weg ist

Mitten im Sommer wurden in den grünen Innenhöfen des Ilse-Kiezes Bauzäune aufgestellt. Damit wird den Anwohnern von einem Tag auf den anderen der Zugang zu ihren gewohnten Erholungs- und Begegnungsflächen entzogen. Wir bedauern diesen Schritt der HOWOGE sehr und appelieren: Bitte stellen Sie das Gespräch wieder in den Vordergrund und bauen Sie die Zäune ab.

Liebe Nachbarschaft, liebe Interessierte,

viele von uns haben in den vergangenen Tagen mit großer Bestürzung und Enttäuschung festgestellt, dass wesentliche Teile unserer begrünten Innenhöfe durch Bauzäune abgesperrt wurden.

Gerade im Sommer sind diese Freiflächen für viele Anwohner, Familien und ältere Menschen ein unverzichtbarer Rückzugsort vor der Hitze und ein Ort des nachbarschaftlichen Miteinanders. Dass diese Nutzung nun ohne Vorankündigung und ohne erklärendes Gespräch unterbrochen wurde, schmerzt viele Menschen im Kiez tief und sorgt für Unverständnis.

Nachdem das Bezirksamt Lichtenberg kürzlich entschieden hat, das Verfahren neu aufzurollen, hatten wir auf einen Neustart im Miteinander gehofft. Mit dem Wechsel an der Spitze der HOWOGE zu Beginn des Jahres hatten viele im Kiez die Erwartung verbunden, dass ein neuer, transparenter und den Menschen zugewandter Kommunikationsstil einziehen würde.
Die unvermittelte Aufstellung von Bauzäunen schafft nun leider das Gegenteil: Sie erzeugt Verunsicherung und dämpft die Hoffnung auf einen konstruktiven Neubeginn.

Unser Wunsch: Rückbau der Zäune und echte Dialogbereitschaft
Wir wünschen uns einen Umgang auf Augenhöhe. Ein landeseigenes Unternehmen trägt Verantwortung für das soziale Gefüge in seinen Quartieren. Wir fordern die Führung der HOWOGE daher einvernehmlich mit den politischen Gremien des Bezirks auf:

Geben Sie den Anwohnern ihre Höfe für die verbleibenden Sommermonate wieder uneingeschränkt zurück.

Nutzen Sie die Zeit, um das Gespräch mit den betroffenen Mietern sowie den Bezirksvertretern zu suchen, anstatt vollendete Tatsachen im Raum stehen zu lassen.

Erklären Sie die Schritte nachvollziehbar und gestalten Sie die Zukunft unseres Kiezes gemeinsam mit den Menschen, die hier leben.

Wie wir als Bürger-Initiative reagieren:
Wir möchten den Zäunen nicht mit Aggression begegnen, sondern mit Nachbarschaftsgeist und Sichtbarkeit.


„Die Katze lässt das Mausen nicht“ – oder: Wie die HOWOGE sich eine weitere empfindliche Ohrfeige abholte.

Eigentlich hätte es ein ruhiger Märzmorgen im Ilse-Kiez werden können. Doch die HOWOGE informierte die Mieterschaft am 18.03.2026 kurzfristig darüber, dass im Hof 1 frisch gepflanzte Hecken erneut „umgesetzt“ werden müssten. Was harmlos klingt, ist rechtlich eine Rodung – und die ist gemäß § 39 Abs. 5 BNatSchG während der Schutzfrist vom 1. März bis 30. September strikt untersagt.

Die Chronologie einer versuchten Rechtsbeugung:
Die Bürgerinitiative (BI), inzwischen rechtlich versiert, schlug sofort Alarm. Während die Telefone bei den Behörden heiß liefen, kam die Wahrheit ans Licht: Es lag keine Sondergenehmigung der Untere Naturschutzbehörde (UNB) Lichtenberg vor, diese wäre im Vorfeld notwendig gewesen.

Doch die HOWOGE agierte zum wiederholten Male nach dem Motto „Versuch macht klug“:

Der Bluff: Trotz fehlender Genehmigung tauchte am frühen Morgen eine Gartenbaufirma auf.

Die Konfrontation: Wachsame Mieter stellten beauftragte Gartenbaufirma zur Rede. Die notwendige Genehmigung? Fehlanzeige.

Der Rückzug: Nach zwei Stunden Wartezeit auf eine Erlaubnis, die es nie gab, zog die Firma unverrichteter Dinge ab.

Das Fazit: Ein teures Eigentor
Dass ein landeseigenes Unternehmen wie die HOWOGE versucht, geltendes Naturschutzrecht durch vollendete Tatsachen zu umgehen, und dabei vorgaukeln strikt nach rechtlichen Rahmenbedingen vorzugehen, ist ein Armutszeugnis. Die Hecken bleiben, wo sie sind – als grünes Denkmal für die Wirksamkeit zivilgesellschaftlicher Kontrolle. Und: Bei den stets vollmundigen Aussagen der HOWOGE ist stete Wachsamkeit und ein gesunder Menschenverstand angebracht.

Der HOWOGE empfehlen wir: Werden Sie zum Partner Ihrer Mieter, statt Energie in rechtlich unhaltbare Nacht-und-Nebel-Aktionen zu stecken.

Wir danken der UNB Lichtenberg für ihre Standhaftigkeit.

Rodungen für Howoge-Bauprojekt in Karlshorst nicht mit Artenschutz vereinbar

Update: Der BUND Berlin hat soeben eine zum Widerspruch inhaltlich identische Klage mit aufschiebender Wirkung beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Der Widerspruch zum Bescheid der Obersten Naturschutzbehörde ist zurückgezogen. Der Hintergrund ist, dass eine Klage in diesem Fall das zulässige Rechtsmittel ist. 

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hatte artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung für die Baufeldfreimachung im Zuge eines Nachverdichtungsvorhabens an Ilse- und Marksburgstraße im Lichtenberger Ortsteil Karlshorst beantragt. Dafür sollen *Gehölze auf Freiflächen der Wohnanlage gefällt, gerodet und beschnitten* werden. Laut Aushängen sollten die Arbeiten diesen Mittwoch, den 18. Februar beginnen.

Die Klage ist eingelegt worden, da die ökologischen Funktionen der von dem Vorhaben betroffenen Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang weiterhin nicht erfüllt worden sind. Konkret geht es um Spatzen. Fotos belegen, dass im vergangenen Herbst erfolgte Ersatzpflanzungen von Gehölzen, die als Ausgleichsmaßnahme für entfallende Ruhestätten des Haussperlings dienen sollen, noch nicht funktionsfähig sind. Hinzu kommt, dass nach dem Baustelleinrichtungsplan die Neupflanzungen in großen Teilen durch Baustraßen in Anspruch genommen werden …

Weitere Informationen auf der Webseite des BUND.