📢 Breaking News: Wir danken der HOWOGE für das grandiose Symbol, zum Tag der Deutschen Einheit die Ilsehöfe geöffnet zu haben

HEUTE FEIERN WIR DEN TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT

Die Menschen im Osten haben mit ihrer friedlichen Revolution für ein neues und besseres Deutschland gekämpft. Sie haben dafür gekämpft, dass Grenzzäune beseitigt wurden. Sie wollten echte Demokratie, Mitbestimmung, Meinungs- und natürlich auch Reisefreiheit.

Heute, nach 36 Jahren, gibt es für viele der über 55-Jährigen eine bittere Erfahrung: Demokratisches Engagement für die Interessen der Bürger findet leider wieder seine Grenzen, wenn es bestimmten altparteilichen Interessen widerspricht.


Was hat das mit unserem Kiez zu tun?

Aus den jungen Menschen von 1989 sind Eltern und Großeltern geworden, die seit 2016 für den Erhalt der Kinderspielplätze und der grünen Innenhöfe gekämpft haben. Dieser Kampf war immer friedlich und vom Glauben an die Demokratie geprägt.

  • Gemeinsamer Einsatz: Bis auf eine Partei konnten alle anderen Parteien in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) für die Interessen der Menschen in unserem Kiez gewonnen werden.
  • Maßvolle Bebauung: Sie haben sich seit vielen Jahren gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“ für eine maßvolle Bebauung eingesetzt, die die grünen Innenhöfe erhält und trotzdem den Neubau von dringend benötigtem Wohnraum ermöglicht.
  • Danke: Ein großes Dankeschön an alle Abgeordneten, die uns in so vielen Jahren unterstützt haben!

Ein bitteres Exempel

Doch was nützt das Engagement aller Bewohner und Freunde unseres Kiezes, wenn es im Berliner Senat und in der HOWOGE Entscheidungsträger gibt, die ein Exempel statuieren wollen?

Dieses Exempel ist ein undemokratisches Verfahren und soll verhindern, dass das Engagement der Bürger erfolgreich sein kann.

Seit dem 30.09. und 01.10.2026 sind die Bewohner im Ilse-Kiez zwar nicht mehr wie vor vielen Jahren hinter Zäunen eingesperrt – aber neue Zäune haben uns ausgesperrt. Unsere Mitbewohner mit ihren Kindern und Enkeln können die Innenhöfe und die Spielplätze nicht mehr nutzen.

Wir „bedanken“ uns sehr bei allen politischen Verantwortlichen und unserem Vermieter für das „Geschenk“ zum Tag der Deutschen Einheit!


Unser Appell an die Gemeinschaft

Allen Mitbewohnern und Freunden unseres Kiezes wünschen wir trotz allem einen schönen Feiertag.

Gebt die Hoffnung nicht auf, dass wir unsere grünen Innenhöfe retten können!


💚 Wie Ihr uns unterstützen können

  1. Informieren & Weitersagen: Teilt unsere Beiträge mit Nachbarn und Freunden.
  2. Präsenz zeigen: Kommt zu unseren Kiez-Treffen und Aktionen.
  3. Kontakt aufnehmen: Schreibt den zuständigen Senatsmitgliedern und Lokalpolitikern Eure Meinung!

Gemeinsam für den Erhalt unserer grünen Innenhöfe und echten Bürgerbeteiligung in Lichtenberg!

Die Ilsehöfe, das Bezirksamt und der Senat

17.09.2026: Die Einwohneranfrage der Bürgerinitiative an die Bezirksrätin C.Schuler und ihre Ausführungen zum Verkehrsgutachten und das Einwirken des Bausenators auf die Bearbeitung der Bauverlängerungen.

Ein leises Flüstern im Lärm der Stadt

Ein leises Flüstern im Lärm der Stadt – so erreichte uns jene Nachricht. Ein einfaches, unsigniertes Blatt Papier, das doch mehr Gewicht trägt als mancher dicke Aktenordner. Die wenigen Zeilen darauf haben einen Riss in die vermeintlich unumstößliche Fassade der Bauplanungen gebracht.

Sie sprachen von einem verborgenen, aktuellen Verkehrsgutachten. Einem Zeugnis, das die laufenden Bauvorhaben unserer Nachbarschaft mit wachen Augen betrachtet und zu einem völlig anderen Ergebnis kommt als jenes Gutachten, das vor fünf Jahren für die Baugenehmigung herangezogen wurde. Die unausgesprochene Wahrheit lautet: Würde dieses aktuelle Wissen berücksichtigt, so wäre eine Verlängerung der Baugenehmigung schlichtweg nicht mehr möglich.

Wir haben diesen rettenden Faden sogleich aufgenommen. Doch das Dokument, von dem Sie berichten, ist im Dunkel der übergeordneten Ämter verschwunden. Dem Bezirk liegt es nicht vor; es wurde stillschweigend beiseitegelegt, bevor es seine schützende Kraft entfalten konnte.

An den unbekannten Boten: Wir danken Ihnen.

Ihr Mut war ein Funke in der Dämmerung, der uns zeigt, dass Achtsamkeit und Gewissen noch nicht aus unserem Kiez gewichen sind. Sie haben uns einen Blick durch den Spalt in der Tür gewährt. Doch um diese Tür aufzustoßen und unsere Höfe zu bewahren, fehlt uns der Schlüssel.

Ein bloßer Hinweis weht im kühlen Wind der Bürokratie allzu leicht davon. Was wir nun brauchen, ist das Fundament: das vollständige Gutachten. Das geschriebene Wort, das nicht länger geleugnet, umgedeutet oder verborgen werden kann.

Wir wissen um das Gewicht einer solchen Tat und um die Zurückhaltung, die sie erfordert. Doch seien Sie gewiss: Der Schatten, aus dem heraus Sie handeln, bleibt vollkommen unangetastet. Unsere Hände sind verschwiegen. Unsere analogen wie digitalen Briefkästen sind sichere Häfen für all das, was dringend das Licht der Öffentlichkeit braucht, aber seinen Überbringer zwingend schützen muss.

Bitte, lassen Sie dieses Werk nicht unvollendet. Reichen Sie uns das Dokument, damit wir das Bild vervollständigen und unseren Lebensraum bewahren können.

Offener Brief der BI Ilse-Kiez an Bausenator Gaebler

OFFENER BRIEF AN SENATOR CHRISTIAN GAEBLER UND DIE BERLINER ÖFFENTLICHKEIT

Warum soll der Ilse-Kiez noch vor der Wahl entschieden werden?

Sehr geehrter Herr Senator Gaebler,

mit Befremden verfolgen viele Bürger die jüngsten Entwicklungen um das Bauvorhaben im Ilse-Kiez in Berlin-Karlshorst. Dass Sie in Ihrem aktuellen Interview im Tagesspiegel angesichts sinkender Neubauzahlen ein politisches Scheitern von sich weisen, mag Ihrer Rolle geschuldet sein. Wenn Sie jedoch die Schuld für die Misere der Berliner Baupolitik fast ausschließlich bei den Bezirksämtern und dem Naturschutz suchen, zwingt uns das, öffentlich Klartext zu reden.

Während das Bezirksamt Lichtenberg nach eigener Darstellung die Anträge auf Verlängerung der abgelaufenen Baugenehmigungen weiterhin sachlich prüft, greifen Sie zu völlig unverhältnismäßigen Mitteln. Das angebliche „Informationsersuchen“ an das Lichtenberger Bezirksamt ist in Wahrheit ein knallhartes Ultimatum, untermauert mit der Androhung disziplinarischer Konsequenzen. Dabei fällt diese gezielte Eskalation in ein bemerkenswertes Zeitfenster: Am 20. September wählen die Berlinerinnen und Berliner ein neues Abgeordnetenhaus, und nur wenige Tage später, am 1. Oktober, beginnt die neue Fällperiode. Für das Vorhaben der HOWOGE wurde das Fällen von 83 Bäumen beantragt. Für viele Menschen im Ilse-Kiez stellt sich daher die drängende Frage, warum dieses Verfahren unbedingt noch vor der Wahl mit solchem Nachdruck und unter Aushebeln der demokratischen Selbstverwaltung im Bezirk Lichtenberg entschieden werden soll.

Die öffentliche Begründung, mit der das Projekt und dieser immense Zeitdruck gerechtfertigt werden, trägt schon lange nicht mehr. Das der Öffentlichkeit vor Jahren vollmundig gegebene Versprechen einer Kita hat sich als reine Illusion entpuppt; das Konzept wurde nach erheblichen Zweifeln längst aufgegeben. Was stattdessen als Nahversorgung beworben wird, ist ein profaner Einzelhandelsstandort, dessen tatsächliche Realisierung vollkommen offen ist. Auch die immer wieder erwähnte Arztpraxis bleibt eine vage Ankündigung ohne erkennbaren Betreiber oder ein konkretes Konzept. Ebenso grenzt die Argumentation bezüglich der klimafreundlichen Energieversorgung an Augenwischerei. Sie rühmen sich öffentlich mit dem Ausbau eines Nahwärmenetzes, verschweigen aber geflissentlich, dass der Altbestand der Wohnungen im Quartier ohnehin schon seit Jahrzehnten mit einer CO₂-armen Fernwärme versorgt wird.

Seit Jahren wird fälschlicherweise der Eindruck vermittelt, unsere Initiative sei von einer reinen Blockadehaltung geprägt. Dabei lautete unsere zentrale Forderung nie, dass gar nicht gebaut werden darf, sondern vielmehr: Anders bauen, maßvoll bauen und die Innenhöfe erhalten. Wir haben konkrete Konzepte für eine verträgliche Nachverdichtung erarbeitet, die in den Beteiligungsverfahren wiederholt eingebracht wurden, um Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den alten Baumbestand zu schützen. Anstatt diese Alternativen ernsthaft zu prüfen, haben Sie und Staatssekretär Slotty jeden Versuch eines konstruktiven Dialogs systematisch sabotiert. Kurz bevor wir uns endlich mit der HOWOGE-Führung an einen Tisch setzen wollten, wurde das landeseigene Unternehmen offenkundig zurückgepfiffen – ein regelrechter Maulkorb. Ein sachlicher Austausch war seitens des Senats offensichtlich unerwünscht.

Der Konflikt im Ilse-Kiez ist längst mehr als eine Auseinandersetzung über Wohnungen; es geht um das Vertrauen der Menschen in demokratische Prozesse. Inzwischen liegen zudem juristische Bewertungen vor, die erhebliche Fragen zur Reichweite Ihres Weisungsrechts sowie zur kritischen Unterscheidung zwischen einer Verfahrensbeschleunigung und einer möglichen Ergebnisvorgabe aufwerfen. Wohnungsbau darf nicht bedeuten, geltendes Recht zu ignorieren, Bürger und Presse mit oberflächlichen Versprechungen abzuspeisen und berechtigte Beteiligung mundtot zu machen.

Wir fordern daher unmissverständlich die Fortsetzung der fachlichen Prüfung im Bezirksamt ohne politischen Druck und ohne eine Vorfestlegung des Ergebnisses. Ebenso erwarten wir eine öffentliche Debatte im neu gewählten Berliner Abgeordnetenhaus über die Zukunft des Ilse-Kiezes.

Herr Senator, nehmen Sie Ihr Ultimatum zurück, kehren Sie auf den Boden des geltenden Rechts zurück und stoppen Sie den drohenden Kahlschlag.

Herr Senator, sicher gibt es Bereiche, wo Sie in Prozesse in den Bezirken eingreifen können. Aber kein Recht in dieser Stadt erlaubt es Ihnen, gewachsene Demokratie in Lichtenberg zu zerstören.

Mit respektvollen Grüßen

Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“

Berlin-Karlshorst

Gaeblers Weisung: Kein Wohnungsbauprogramm, sondern ein Machtbescheid

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, liebe Unterstützer,

die Auseinandersetzungen um unseren Kiez haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Wie in der aktuellen Debatte deutlich wird, hat Bausenator Gaebler eine Weisung an die Lichtenberger Baustadträtin Camilla Schuler erlassen. Bis zu einer strikten Frist am Mittwochmittag soll sie die Verlängerung von Baugenehmigungen für 246 Wohnungen (darunter 50 mit gebundener Miete) nicht etwa weiter prüfen, sondern das von ihm verlangte Ergebnis schlichtweg abnicken.

Dietmar Stengel (Bürgerinitiative) hat dieses Vorgehen in einem scharfsinnigen Beitrag analysiert. Er legt dar, dass es bei dieser Anweisung längst nicht mehr um einen normalen Abwägungsprozess geht, sondern um eine klare Demonstration von Macht.

Wenn wichtige Faktoren wie die verkehrliche Erschließung, Umweltbelange und reale Veränderungen vor Ort vom Senat faktisch übergangen werden, verlässt die Verwaltung laut Stengel ihren rechtsstaatlichen Pfad. Es handelt sich dabei um ein Systemversagen, das den Bezirk zur reinen Zustimmungsinstanz degradiert.

Berlin und Karlshorst brauchen zweifellos bezahlbaren Wohnraum – aber unsere Nachbarschaft braucht eben auch Bäume, funktionierende Straßen, echten Artenschutz und eine Verwaltung, die gewissenhaft prüft.

Wir laden Euch ein, die vollständige Analyse dieses Testfalls für die Berliner Stadtentwicklung zu lesen.

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Gaeblers letztes Gefecht.pdf