BUND Berlin erfolgreich: Rodungen im Ilse-Kiez bis Jahresende strikt untersagt!

 

Großer Erfolg für den Naturschutz in unserem Kiez: Das Bezirksamt Lichtenberg hat auf Intervention des BUND Berlin eine weitere Untersagungsverfügung erlassen. Bis mindestens zum 31. Dezember 2026 darf die HOWOGE keinerlei Bäume oder Sträucher in unseren Innenhöfen roden.

Die Kernentscheidung:

Das bisherige Fällverbot wurde verlängert. Bis zum vollständigen Abschluss aller artenrechtlichen Prüfungen – vorerst befristet bis zum 31. Dezember 2026 – bleiben die Kettensägen auf den Baufeldern an der Ilsestraße und Marksburgstraße aus.

Artenschutz geht vor Beton: Spatzen und Fledermäuse im Fokus

Der BUND Berlin hatte Ende September erneut beim Bezirksamt gefordert, bauvorbereitende Rodungen der HOWOGE zur Baufeldfreimachung zu stoppen. Der Grund: Es liegen weiterhin keine ausreichenden artenschutzfachlichen Untersuchungen vor, und die gesetzlich geforderten Ausgleichsmaßnahmen sind bislang schlichtweg nicht funktional.

Gemäß § 44 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) müssen Ersatzhabitate für geschützte Arten wie Haussperling und Zwergfledermaus im räumlichen Zusammenhang voll funktionsfähig sein, bevor in bestehende Fortpflanzungs- und Ruhestätten eingegriffen werden darf. Solange dieser Schutz nicht lückenlos nachgewiesen ist, darf nicht gerodet werden.


HOWOGE scheitert vor Gericht

Gegen die erste Untersagungsverfügung des Bezirks hatte die HOWOGE noch versucht, im Eilverfahren juristisch vorzugehen. Sowohl das Verwaltungsgericht Berlin als auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wiesen die Anträge jedoch zurück. Da die HOWOGE selbst erklärt hatte, vorerst gar nicht bauen zu wollen, stellten die Gerichte das fehlende Rechtsschutzbedürfnis fest.

„Und wieder einmal wird von der Senatsbauverwaltung mit brachialem Druck versucht, ein Bauprojekt trotz erheblicher Artenschutzprobleme durchzuboxen. Zum Glück widersetzt sich der Bezirk, womit nun etwas Zeit gewonnen werden konnte.“

— Dirk Schäuble, Naturschutzreferent des BUND Berlin

Wir bleiben wachsamer denn je!

Die gewonnene Zeit bis Jahresende muss nun genutzt werden, um die Planungen endlich an die realen ökologischen Verhältnisse vor Ort anzupassen. Wir danken dem BUND Berlin für den unermüdlichen Einsatz an unserer Seite und für den fachlichen sowie juristischen Rückenwind!

Wir danken dem BUND Berlin für diesen juristischen und fachlichen Rückenwind im Kampf um unsere grünen Innenhöfe!

Damit wir den rechtlichen Druck auch weiterhin aufrechterhalten können, brauchen wir weiterhin Eure Hilfe. Unterstützt uns mit einer Spende für den Ilse-Kiez!

Weiterführende Informationen:
Die vollständige Presseerklärung findet Ihr direkt auf der Website des BUND Berlin: Pressemitteilung des BUND Berlin lesen

Eure Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“

Bis mindestens 31.12.2026: Keine Baum- und Heckenrodungen im Ilse-Kiez!

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, liebe Unterstützer,

der Einsatz hat sich gelohnt, das Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg hat eine Zweite Untersagungsverfügung erlassen.

Damit wird der HOWOGE jegliche Beseitigung von Bäumen und Sträuchern in unseren Innenhöfen bis zum 31. Dezember 2026 strikt verboten.

Eure Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“

Aufmerksame Nachbarn gesucht!

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

im Ilse-Kiez sind blickdichte Bauzäune aufgestellt worden, die den direkten Blick in die Innenhöfe nicht mehr ermöglichen. Wir suchen aufmerksame Nachbarn – besonders solche mit Blick aus höheren Etagen – die helfen, das Geschehen in den Höfen im Auge zu behalten. Unsere lückenlose Beobachtung ist essenziell für den Schutz der Ilsehöfe.

Was könnt Ihr tun?

Bitte dokumentiert alle Bewegungen in den Höfen:

  • Achtet auf Personen mit Kettensägen, auf das Anrücken von schweren Baufahrzeugen und LKW-Anfahrten.
  • Notiert Auffälligkeiten, Vegetationsschäden (z. B. durch Bodenverdichtung) oder artenschutzrelevante Sichtungen.
  • Macht nach Möglichkeit Fotos oder Videos mit Datum und Uhrzeit, vermeidet dabei Gesichter aufzunehmen.

Eure Beobachtungen könnt Ihr ganz einfach weiterreichen:

Mit Eurer Aufmerksamkeit erzeugen wir eine dauerhafte, nachbarschaftliche Präsenz vor Ort und verhindern, dass unbemerkt vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Eure Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“

Das Neueste rund um den Ilse-Kiez: HOWOGE mit Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht

Die HOWOGE hat offiziell Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt, um das bis zum 31. Oktober geltende behördliche Fällverbot doch noch vorzeitig zu kippen. Das Verbot bleibt bis zu einer neuen Gerichtsentscheidung rechtssicher bestehen.

Bitte behaltet die Bauzäune bei Euren Spaziergängen weiterhin genau im Auge und informiert uns umgehend über jede noch so kleine Auffälligkeit.

Verwaltungsgericht entscheidet: Fällstopp im Ilse-Kiez bleibt!

Liebe Nachbarn und Anwohner,

es gibt tolle Neuigkeiten für unsere Höfe: Das Verwaltungsgericht Berlin hat den Eilantrag der HOWOGE komplett abgelehnt! Die Wohnungsbaugesellschaft wollte das behördliche Fällverbot vorzeitig kippen, ist damit aber gescheitert.

Was heißt das für uns?

Unsere Bäume sind bis zum regulären Ende des Verbots am 31. Oktober 2026 erst einmal sicher. Das ist ein riesiger Etappensieg für unseren Kiez!

Gleichzeitig hat das Bezirksamt Lichtenberg nun die nötige Zeit gewonnen, um die Artenschutzbelange bis Ende des Monats in Ruhe und gründlich zu prüfen.

Danke für Eure großartige Unterstützung und Eure wachsamen Augen!

Eure Initiative Ilse-Kiez

Ein leuchtender Erfolg: Das „Festival of Lights“ verzaubert den Ilse-Kiez ✨

Was für eine magische Nacht in Karlshorst! Unsere Aktion zum „Festival of Lights“ am 16. Oktober war ein voller Erfolg und hat unseren Kiez in ein atemberaubendes Lichtermeer verwandelt.

Rund 200 Teilnehmer aus der Nachbarschaft ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen. Gemeinsam tauchten wir unseren Innenhof in fantastisches Licht – ein starkes, friedliches und wunderschönes Zeichen für unsere Gemeinschaft und den Erhalt unserer grünen Oasen!

Kinder bestaunen die Lasershow

Eine Atmosphäre, die Gänsehaut bereitete

Wer an diesem Abend in unseren Spielplatz trat, erlebte eine Stimmung, die man so schnell nicht vergisst. Bunte Laserstrahlen durchschnitten den spätherbstlichen Nebel, während kräftige Lichtkegel die alten Bäume unseres Kiezes in leuchtendes Grün, tiefes Blau und magisches Violett hüllten.

Besonders die Jüngsten unter uns kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Silhouetten der Kinder, die fasziniert auf den Felsen standen und gebannt in die strahlenden Lichtkronen blickten, machten diesen Abend unvergleichlich. Flankiert von euren Laternen und Taschenlampen wurde deutlich: Wir lassen unser Licht nicht ausgehen. Es war ein unübersehbares Leuchten für unsere Spielplätze, unseren Bolzplatz und unsere Höfe!

Bunte Lichtstrahlen im Nebel
Magische Stimmung im Ilse-Kiez

Ein riesiges Dankeschön!

Ein derart grandioser Abend stemmt sich nicht von allein. Deshalb möchten wir von Herzen Danke sagen an alle, die das möglich gemacht haben:

  • Danke an Karlshorst e.V.: Ohne eure großartige Unterstützung und die spektakuläre Lasershow wäre diese faszinierende Stimmung nicht möglich gewesen. Ihr habt den Ilse-Kiez im wahrsten Sinne des Wortes zum Strahlen gebracht!
  • Danke an die fleißigen Organisatoren: Ein riesiges Lob geht an alle Helfer der Bürgerinitiative, die im Hintergrund so hart gearbeitet, geplant und aufgebaut haben, um dieses Fest für uns alle auf die Beine zu stellen.
  • Danke an euch alle: Rund 200 Nachbarn haben gezeigt, wie viel Zusammenhalt in uns steckt. Danke fürs Kommen, fürs Staunen und für das starke Miteinander!
Lichtkegel und Gemeinschaft

Wir machen weiter – sachlich, bunt und mit dem starken Rückhalt unserer Nachbarschaft.

Eure Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“