Etappensieg im Ilse-Kiez: Die Kettensägen bleiben stumm!

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

wir haben großartige Neuigkeiten aus dem Gerichtssaal! Unser gemeinsamer Einsatz für den Erhalt der grünen Höfe im Ilse-Kiez trägt Früchte. Die HOWOGE ist mit ihrem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Berlin gescheitert. Das bedeutet: Die geplanten Rodungen sind vorerst gestoppt.

Was ist passiert?

Nachdem der BUND Berlin Klage gegen die Rodungsgenehmigung eingereicht hatte, versuchte die HOWOGE, diese im Eilverfahren auszuhebeln. Doch das Gericht schob dem einen Riegel vor. Der Artenschutz wiegt in diesem Fall schwerer als der Zeitdruck des Bauherrn.

Warum das Gericht so entschieden hat:

  • Artenschutz ist kein „Vielleicht“: Das Gericht stellte fest, dass die Schutzmaßnahmen für unsere lokalen Tierarten – insbesondere den Haussperling und die Zwergfledermaus – rechtlich unzureichend sind.
  • Ersatzflächen sind noch keine Heimat: Die im Herbst gepflanzten Hecken sind noch viel zu jung, um den Vögeln als echter Ersatzlebensraum zu dienen. Natur lässt sich eben nicht im Zeitraffer erzwingen.
  • Lückenhafte Gutachten: Bei der Planung wurde der Erhaltungszustand der Fledermaus-Population nicht ausreichend belegt. Ohne diese Daten gibt es keine Ausnahme vom Tötungsverbot.

Was das für uns bedeutet

Für diese Rodungssaison (die Ende Februar endet) sind unsere Bäume gerettet. Es ist ein klares Signal an die Politik und die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften: Wohnungsbau darf nicht rücksichtslos auf Kosten gewachsener grüner Kiez-Oasen gehen.

Wir kämpfen weiter für eine klimagerechte Stadtentwicklung, die Versiegelung vermeidet und den Bestand schützt, statt ihn zu vernichten.


Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützen, spenden und im Kiez präsent sind. Gemeinsam zeigen wir: Unser Kiez ist keine reine Verfügungsfläche, sondern unser Lebensraum!


Wie geht es weiter?

Wir halten Euch hier auf der Webseite über die nächsten rechtlichen Schritte und Termine auf dem Laufenden. Schaut regelmäßig vorbei!

Hinweis: Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse, erstellt mit Unterstützung von Gemini (KI-Modell von Google).

 

David gegen Goliath: Verwaltungsgericht Berlin weist den Eilantrag der HOWOGE zurück!

Das Verwaltungsgericht Berlin weist den Eilantrag der HOWOGE auf Anordnung der sofortigen Vollziehung (hier: Aussetzung des Artenschutzes – Rodungen für die Baustelle) zurück. Der Gang vor das Oberverwaltungsgericht ist zu erwarten. Spenden sind in der jetzigen Situation umso mehr von großer Wichtigkeit. Folgen Sie einfach dem Link.

Pressereaktionen auf „BUND Berlin stoppt Baumfällungen im Ilse-kiez“

In den aktuellen Pressereaktionen spiegelt sich ein intensiver Konflikt zwischen dem Wunsch nach Wohnungsbau und dem Erhalt von Stadtgrün wider. Die Berichterstattung konzentriert sich primär auf den juristischen Erfolg des BUND Berlin und der lokalen Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“ gegen die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE.

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Reaktionen und Fakten (Stand Februar 2026):

1. Juristischer Sieg und Klage des BUND

Medien wie der Tagesspiegel und die offiziellen Kanäle des BUND berichten, dass der Umweltverband eine Klage mit aufschiebender Wirkung beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht hat.

  • Der Grund: Die geplanten Rodungen für das Nachverdichtungsprojekt der HOWOGE seien nicht mit dem Artenschutz vereinbar.

  • Das Ergebnis: Die für den 18. Februar 2026 angekündigten Fällarbeiten mussten vorerst gestoppt werden, da das Gericht den Eingang der Klage bestätigte und damit ein vorläufiger Vollzugsstopp eintrat.

2. Argumente in der Presse

Die Berichterstattung hebt insbesondere die Kritik an der Senatsumweltverwaltung hervor, die eine Ausnahmegenehmigung für die Fällung von fast 100 Bäumen erteilt hatte.

  • Artenschutz-Mängel: Der BUND argumentiert, dass Ersatzmaßnahmen für Haussperlinge noch nicht funktionsfähig seien und der Schutzstatus der Zwergfledermaus nicht ausreichend geprüft wurde.

  • Klimaschutz vs. Bauen: Es wird thematisiert, dass der Ilse-kiez eine der letzten zusammenhängenden Grünflächen in Karlshorst-West ist. Die Presse zitiert Anwohner, die den Verlust von „Klimaanlagen“ der Stadt beklagen.

3. Reaktionen der Bürgerinitiative (BI)

Die BI „Rettet den Ilse-Kiez“ wird in regionalen Berichten als sehr aktiv dargestellt.

  • Demonstrationen: Im November 2025 gab es große Proteste unter dem Motto „Nachverdichtung ohne Ende – Karlshorst sagt: Es reicht!“.

  • Politischer Druck: Die Initiative erinnert den Berliner Senat öffentlich an den Koalitionsvertrag, in dem der Schutz grüner Innenhöfe explizit verankert ist.


Vergleich der Positionen

Akteur Position / Reaktion
BUND Berlin Fordert Bauen auf bereits versiegelten Flächen statt in grünen Höfen.
HOWOGE Hält an den Neubauplänen für ca. 230–240 Wohnungen fest (Nachverdichtung).
Pressetenor Kritische Begleitung der „Betonkopf-Politik“ (Zitat aus Kiez-Blogs); Fokus auf den Widerspruch zwischen Baumschutz-Zielen und Bau-Realität.

Hinweis: Die Lage ist dynamisch. Da das Verwaltungsgericht nun die inhaltliche Prüfung vornimmt, bleibt abzuwarten, ob der Stopp dauerhaft Bestand hat oder ob Nachbesserungen beim Artenschutz die Fällungen zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen.

¢ Gemini KI Auswertung

Resümee der BI: Rund 300 Menschen setzten ein starkes Zeichen für den Erhalt des Ilse-Kiezes

Trotz Regen und empfindlicher Frische versammelten sich am Samstag nahezu 300 Menschen aus Karlshorst und anderen Berliner Bezirken im Hof 1 des Ilse-Kiezes, um ein klares Zeichen gegen die geplante massive Nachverdichtung und die Fällung von fast 100 Bäumen zu setzen. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Mieter des Ilse-Kiezes, Familien, ältere Anwohner und viele engagierte Unterstützer.

Organisiert von der Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“, wurde sie von  Karlshorst e.V., der Initiative Naturschutz in Karlshorst, dem BBNS, dem Baumentscheid, von Berlin4Future sowie vielen engagierten Bürgern unterstützt.

Ein Musikfahrrad, mehr als 100 Trillerpfeifen, zahlreiche individuell gestaltete Plakate, die für Stimmung und Aufmerksamkeit sorgten, machten den Protest trotz des schlechten Wetters zu einer lebendigen, eindrucksvollen Demonstration. Der Demozug führte vom Ilse-Kiez zum Odesaplatz, begleitet von Anwohnern aller Generationen.

Auf der Kundgebung kamen verschiedene Sprecher zu Wort, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Bedeutung des Erhalts der Innenhöfe und ihrer Bäume hervorhoben, hier nur einige:

Kordelia M. (Sprecherin der Bürgerinitiative Ilse-Kiez) verwies auf den Koalitionsvertrag, Seite 48, in dem „grüne Innenhöfe“ ausdrücklich als schützenswert benannt werden. Sie forderte Politik und Verwaltung auf, sich an diese Selbstverpflichtung zu erinnern und entsprechend zu handeln.

Dietmar S. (Sprecher der Bürgerinitiative Ilse-Kiez) knüpfte an den Berliner Baumentscheid an und formulierte eine zentrale Botschaft: „Wir schenken dem Senat 100 Bäume – sie müssen nur nicht im Ilse-Kiez gefällt werden.“ Die Forderung: Erhalt statt Ersatz, Schutz statt Abholzung.

Ben S. (13 Jahre, Karlshorster Schüler) seit 11 Jahren im Kiez zu Hause, brachte die Forderung der Jugend auf den Punkt: „Menschen aller Generationen wollen weiter menschlich wohnen!“

Zum Ende der Demonstration bildeten die Teilnehmer eine Menschenkette, die den Zugang zum Ilse-Kiez versperrte – als symbolischer Schutzwall für die bedrohten Bäume und als starkes Zeichen gemeinsamer Verantwortung.

Die Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“ wertet die Demonstration als vollen Erfolg und als deutliches Signal an Bezirk und Senat, den Planungsprozess zu überdenken, Alternativen zu prüfen und grüne Innenhöfe in Karlshorst dauerhaft zu schützen.

Diese Demonstration hat gezeigt, dass die Karlshorster gemeinsam für das eintreten, was unseren Kiez lebenswert macht: Bäume, Natur, Begegnungsräume und ein menschliches Wohnumfeld“, so die Sprecher der Initiative.

Dank an Mario Rietz für die Bilder unserer Demo.

 

Warum rufen wir die Bürger von Berlin zur Teilnahme an der Demo am 15.11. auf?

Die Beweggründe haben wir in einem Offenen Brief der BürgerInitiative an den Berliner Senat formuliert.

Wir fordern auf:

  • Den Antrag der HOWOGE auf Ausnahmegenehmigung abzulehnen.
  • Erst verbindliche und ökologisch wirksame Ersatzmaßnahmen in ausreichender Qualität umzusetzen , bevor eine angepasste Bebauung in Betracht gezogen wird.

  • Die Hinweise der Verbände zu berücksichtigen und Nachgutachten zu beauftragen.

Die Innenhöfe des Ilse-Kiezes sind ein Beispiel dafür, wie Natur mitten in der Stadt funktioniert – für Menschen und für Arten, die sonst keinen Lebensraum mehr finden. Berlin steht in der Verantwortung, Natur- und Klimaschutz nicht nur in Sonntagsreden zu betonen, sondern im Alltag zu leben und rechtlich umzusetzen

Wir fordern daher alle Verantwortlichen eindringlich:

Schützen Sie die Innenhöfe und versagen Sie eine Ausnahmegenehmigung, die geltendes Artenschutzrecht aushöhlen und missachten würde.

Aufruf zur Demo

Die Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“ ruft am 15.11.2025 alle Berliner auf zur Teilnahme an der Demonstration zum Thema „Nachverdichtung ohne Ende – Karlshorst sagt: „Es reicht!“. 

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Bringt Eure Themen mit auf Plakaten und für die Gespräche!

Treffpunkt im Ilse-Kiez: Marksburgstraße/ Ecke Lisztstraße um 14:00 Uhr

Unsere Route:    Ilse-Kiez  => Odessa-Platz  => Ilse-Kiez

Kurze Ansprachen sind geplant. Wir bilden eine Menschenkette zum symbolischen Schutz von ca. 100 Bäumen.

Regelmäßige Infos per Whatsapp-Community Kanal: Info Ilse-Kiez