HOWOGE fragt: „Was können wir besser machen?“ – Unsere Antworten hängen längst an den Bauzäunen!

Auf aktuellen Plakaten fragt die HOWOGE: „Ihre Meinung bringt uns weiter! Was können wir besser machen?“

Wir machen die Rückmeldung kurz und direkt:

1. Höfe erhalten statt zubetonieren

Wenn Sie wissen wollen, was besser werden kann: Stoppen Sie die Nachverdichtung gegen den Willen der Anwohner. Unser Kiez braucht Freiflächen, Bäume und Atemraum – keinen weiteren Betonklotz im Innenhof.

2. Echte Beteiligung statt Ankreuzbögen

Eine Umfrage mit bunten Smiley-Gesichtern ersetzt keine echte Partizipation. Wer die Meinung der Mieter wirklich schätzen würde, hätte die Pläne für den Bauzaun gar nicht erst ohne Rücksprache umgesetzt.

3. Auf die Nachbarschaft hören

Die Meinung der Anwohner liegt bereits seit Monaten vor: auf Flyern, in Offenen Briefen und lautstark an unserem Protestzaun. Man muss sie nur lesen wollen.

Mach mit:

  • Bogen ausfüllen: Nutzt das Freitextfeld in der Post für ein deutliches NEIN zum Bauprojekt.

  • Online antworten: Feedback direkt auf howoge.de/Mieterbefragung hinterlassen.

  • Protest zeigen: A4-Schild ausdrucken, Rotes Smiley an den Zaun hängen.

 

Demokratie fängt im Kiez an: Ein Wink für den Wahltag

Wenn ein landeseigenes Wohnungsbauunternehmen mit Befragungsaktionen Dialogbereitschaft signalisiert, während vor Ort vollendete Tatsachen geschaffen werden, hinterlässt das in der Nachbarschaft Fragen.

Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass die Anliegen der Bürger ernst genommen werden – nicht nur auf Fragebögen, sondern bei den konkreten Entscheidungen vor unserer Haustür. Für die anstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ist das ein wichtiger Orientierungspunkt:

  • Taten statt Symbole: Bunte Plakate ersetzen keine echte Einbindung. Was im Kiez zählt, ist der tatsächliche Einsatz für den Erhalt unserer Freiflächen.

  • Haltung zeigen: Wer Vertrauen in politische Entscheidungen stärken möchte, muss die Stimmen in der Nachbarschaft frühzeitig hören und einbeziehen.

Ein Blick auf unsere Höfe zeigt am besten, welche Politik sich vor Ort für die Lebensqualität der Anwohner einsetzt.

🎨 Das erste Zaunfeld hängt: Macht den HOWOGE-Zaun zu Eurer Stimme!

Update vom 07.08.2026

Wichtiger Hinweis zu unserer Zaun-Aktion:

Wir stehen für einen bunten, friedlichen und inhaltlichen Protest! Bitte nutzt für Eure Botschaften ausschließlich Papier, Pappe und Klarsichthüllen. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Schmierereien oder Sachbeschädigungen. Lasst uns durch gute Argumente und starke Gemeinschaft überzeugen!

Die Bauzäune in unseren Innenhöfen stehen – aber wir lassen sie nicht unkommentiert. Die ersten Nachbarn haben bereits reagiert und das erste Gitterfeld mit klaren Botschaften, Fragen und Forderungen an die HOWOGE gestaltet.

Jetzt seid Ihr dran: Macht mit und befestigt Eure Meinung direkt am Zaun!

Warum wir das machen

Die HOWOGE hat die Absperrungen ohne Vorwarnung und mitten in ungeklärten Verfahren aufgestellt. Wenn uns schon der Zugang zu unseren Wiesen genommen wird, nutzen wir die Gitterstäbe als Plattform für das, was uns wichtig ist: Dialog auf Augenhöhe, Transparenz und der Erhalt unserer Lebensqualität.

Ob ausgedruckter Spruch, handschriftlicher Zettel, Kinderzeichnung oder persönliche Frage an die Geschäftsführung: Jede Stimme zählt!

Wie könnt Ihr mitmachen:

  1. Gestaltet eure Botschaft: Schreibt auf, was Euch zur Absperrung durch den Kopf geht, was Euch der Hof bedeutet oder was Ihr von der HOWOGE erwartet.

  2. Wetterfest verpacken: Packt das Papier am besten in eine einfache Klarsichthülle (Öffnung nach unten, damit kein Regen reingelangt).

  3. Am Zaun befestigen: Mit etwas Klebeband, Kabelbindern oder Wäscheklammern lässt sich die Nachricht direkt am Gitter fixieren.

  4. Foto machen & teilen: Macht ein Bild von Eurem Schild und schickt es uns oder teilt es in den sozialen Medien!

Ein sichtbares Zeichen: Je bunter und voller die Zäune werden, desto deutlicher sieht die HOWOGE und die Bezirkspolitik: Der Ilse-Kiez lässt sich nicht einfach wegzäunen.

Bauzäune im Ilse-Kiez: Nachbarschaft und Landespolitik fordern Klärung und Dialog

Seit dem 3. August stehen in den Innenhöfen des Ilse-Kiezes Bauzäune. Die landeseigene HOWOGE hat die Grünflächen mitten im Sommer abgesperrt – obwohl grundlegende baurechtliche und planerische Fragen weiterhin offen sind. In einer Pressemitteilung vom 5. August übt die CDU-Landtagsabgeordnete Lilia Usik gemeinsam mit unserer Bürgerinitiative scharfe Kritik an diesem Vorgehen.

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

die plötzliche Aufstellung der Bauzäune hat im Kiez für erhebliche Unruhe gesorgt. Das Absperren der Wiesen erzeugt den Eindruck, als seien die Bauentscheidungen längst gefallen. Doch formal ist genau das Gegenteil der Fall.

Usik (CDU): „Die Menschen dürfen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden“

Die Abgeordnete Lilia Usik (CDU) kritisiert die Maßnahme der HOWOGE in ihrer aktuellen Presseerklärung deutlich:

Die Bauzäune vermitteln den Eindruck, als sei die Bebauung der Innenhöfe längst entschieden. Tatsächlich sind jedoch wichtige politische, planerische und rechtliche Fragen weiterhin offen. Die Menschen im Ilse-Kiez dürfen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden […]. Die HOWOGE muss jetzt mit ihren Mieterinnen und Mieter sprechen – offen, transparent und auf Augenhöhe.“

Lilia Usik, MdA (CDU)

Usik unterstreicht zudem, dass die CDU weiterhin an der Seite der Anwohnerschaft steht.

Der Zeitpunkt der Absperrung ist auch verwaltungstechnisch unverständlich: Das Bezirksamt Lichtenberg hat erst im Juli angekündigt, das Bebauungsplanverfahren 11-125 wiederaufzunehmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen der bisherigen Baugenehmigungen zu prüfen. Auch die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat sich für den Schutz der Höfe ausgesprochen.

Dietmar Stengel von der Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“ ordnet die Lage wie folgt ein:

Die Bezirkspolitik hat deutlich gemacht: Zuerst müssen die offenen Fragen geklärt und gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeitet werden. Jetzt Bauzäune aufzustellen, während diese Klärung noch läuft, schafft genau den gegenteiligen Eindruck. Die Menschen fragen sich zu Recht: Was soll hier vorbereitet werden und warum spricht vorher niemand mit uns?“

Dietmar Stengel, Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“

Die Bürgerinitiative betont erneut, dass es nicht um eine grundsätzliche Verhinderung von Wohnungsbau geht. Gemeinsam mit Fachleuten und der Politik wurden bereits mehrfach tragfähige Alternativen aufgezeigt:

  • Gezielte Randbebauung auf bereits versiegelten Flächen.

  • Dachaufstockungen auf den bestehenden Gebäuden.

Diese Ansätze ermöglichen neuen Wohnraum, ohne die bestehenden Freiflächen und die grüne Infrastruktur des Kiezes zu zerstören.

Wir halten euch über die nächsten Schritte auf dem Laufenden. Die vollständige Presseerklärung von Lilia Usik (MdA) vom 05.08.2026 steht hier als PDF zum Download bereit.

🚨 Aussperrung statt Dialog: HOWOGE riegelt unsere grünen Innenhöfe ab! Warum die Absperrung unserer Innenhöfe der falsche Weg ist

Mitten im Sommer wurden in den grünen Innenhöfen des Ilse-Kiezes Bauzäune aufgestellt. Damit wird den Anwohnern von einem Tag auf den anderen der Zugang zu ihren gewohnten Erholungs- und Begegnungsflächen entzogen. Wir bedauern diesen Schritt der HOWOGE sehr und appelieren: Bitte stellen Sie das Gespräch wieder in den Vordergrund und bauen Sie die Zäune ab.

Liebe Nachbarschaft, liebe Interessierte,

viele von uns haben in den vergangenen Tagen mit großer Bestürzung und Enttäuschung festgestellt, dass wesentliche Teile unserer begrünten Innenhöfe durch Bauzäune abgesperrt wurden.

Gerade im Sommer sind diese Freiflächen für viele Anwohner, Familien und ältere Menschen ein unverzichtbarer Rückzugsort vor der Hitze und ein Ort des nachbarschaftlichen Miteinanders. Dass diese Nutzung nun ohne Vorankündigung und ohne erklärendes Gespräch unterbrochen wurde, schmerzt viele Menschen im Kiez tief und sorgt für Unverständnis.

Nachdem das Bezirksamt Lichtenberg kürzlich entschieden hat, das Verfahren neu aufzurollen, hatten wir auf einen Neustart im Miteinander gehofft. Mit dem Wechsel an der Spitze der HOWOGE zu Beginn des Jahres hatten viele im Kiez die Erwartung verbunden, dass ein neuer, transparenter und den Menschen zugewandter Kommunikationsstil einziehen würde.
Die unvermittelte Aufstellung von Bauzäunen schafft nun leider das Gegenteil: Sie erzeugt Verunsicherung und dämpft die Hoffnung auf einen konstruktiven Neubeginn.

Unser Wunsch: Rückbau der Zäune und echte Dialogbereitschaft
Wir wünschen uns einen Umgang auf Augenhöhe. Ein landeseigenes Unternehmen trägt Verantwortung für das soziale Gefüge in seinen Quartieren. Wir fordern die Führung der HOWOGE daher einvernehmlich mit den politischen Gremien des Bezirks auf:

Geben Sie den Anwohnern ihre Höfe für die verbleibenden Sommermonate wieder uneingeschränkt zurück.

Nutzen Sie die Zeit, um das Gespräch mit den betroffenen Mietern sowie den Bezirksvertretern zu suchen, anstatt vollendete Tatsachen im Raum stehen zu lassen.

Erklären Sie die Schritte nachvollziehbar und gestalten Sie die Zukunft unseres Kiezes gemeinsam mit den Menschen, die hier leben.

Wie wir als Bürger-Initiative reagieren:
Wir möchten den Zäunen nicht mit Aggression begegnen, sondern mit Nachbarschaftsgeist und Sichtbarkeit.